Nebenberuflicher Einzelunternehmer: Was müssen Sie zahlen, wann und wie?
24. August 2026 · 6 Min. Lesezeit
Haben Sie ein Arbeitsverhältnis und stellen daneben auch als Einzelunternehmer (EV) Rechnungen, gelten Sie als "nebenberuflicher" (auch: zweitberuflicher) Einzelunternehmer. Das ist in vielerlei Hinsicht einfacher als ein hauptberufliches Unternehmen — aber es gibt eigene Regeln, die Sie kennen sollten.
Was bedeutet ein nebenberuflicher EV?
Sie sind nebenberuflicher EV, wenn Sie ein gemeldetes Arbeitsverhältnis (oder ein anderes, TB-Versicherungsschutz (Sozialversicherungsschutz) bietendes Rechtsverhältnis, z. B. als Beamter) haben und daneben als Einzelunternehmer separate Einnahmen erzielen — am häufigsten durch Dienstleistungen.
Typische Beispiele:
- Ein IT-Fachmann, der bei einem Unternehmen angestellt ist, aber daneben Beratungsprojekte übernimmt
- Ein Grafiker, der bei einer Agentur arbeitet, aber auch freiberufliche Aufträge annimmt
- Eine Lehrkraft, die an einer Schule unterrichtet, aber daneben Privatunterricht gibt
Der Nebenerwerb kann einige Hunderttausend Ft im Jahr betragen, aber auch mehrere Millionen.
Warum ist es im Nebenberuf einfacher?
Der wichtigste Unterschied: Da Ihre Hauptbeschäftigung bereits Ihren TB-Versicherungsschutz sichert (Gesundheitsversorgung, Rentenanspruch), müssen Sie in der Regel auf den Umsatz Ihres Nebenunternehmens keinen TB-Beitrag und keine szocho (Sozialabgabe) auf die Mindestbemessungsgrundlage zahlen — das übernimmt bereits Ihre Hauptbeschäftigung. Davon gibt es Ausnahmen (z. B. wenn das Einkommen aus Ihrem Nebenunternehmen allein bestimmte Schwellenwerte übersteigt oder Ihr Rechtsverhältnis besonders ist) — im Zweifel lohnt es sich, das mit einem Buchhalter zu klären.
Was Sie jedoch auf jeden Fall zahlen müssen, ist die SZJA (die ungarische Einkommensteuer) auf Ihren Nebenumsatz — auch bei Ihnen beträgt sie 15%, je nach Steuerform etwas unterschiedlich berechnet.
Steuerformwahl im Nebenberuf
Ihnen stehen dieselben drei Möglichkeiten zur Verfügung wie jedem anderen:
- Pauschalsteuer (átalányadó) — 15% SZJA auf den um die Kostenquote verminderten Umsatz. Bei kleinerem bis mittlerem Nebenumsatz ist dies die einfachste Lösung.
- KATA (die Pauschalsteuerregelung für Kleinunternehmer) — feste 50.000 Ft im Monat, sofern Ihre Tätigkeit dafür berechtigt ist und die jährliche Grenze von 18 Millionen Ft nicht überschritten wird. Im Nebenberuf lohnt sich das oft weniger, da der feste Betrag auch dann fällig wird, wenn Sie in einem Monat keinen Umsatz hatten — ein Vergleich mit der Pauschalsteuer lohnt sich.
- VSZJA (unternehmerische Einkommensteuer) — wenn Sie erhebliche, dokumentierbare Kosten haben oder Ihr Umsatz die obere Grenze der Pauschalsteuer übersteigt.
Die vierteljährliche SZJA-Vorauszahlung
Seit 2026 sind alle Einzelunternehmer — auch nebenberufliche — auf einen vierteljährlichen Erklärungs- und Zahlungsrhythmus umgestiegen. Das bedeutet, dass Sie die Erklärung und die dazugehörige Zahlung vierteljährlich abwickeln müssen, nicht monatlich und nicht nur einmal am Jahresende.
Die vierteljährlichen Fristen liegen in der Regel um den 12. Tag des auf das Quartal folgenden Monats (bei KATA ist das die konkrete Regel; bei Pauschalsteuer und VSZJA zeigt die genauen Kalenderfristen die Website der NAV oder der Penzum-Pflichtenkalender, da sie sich jährlich geringfügig ändern können).
Worauf Sie achten sollten:
- Die vierteljährliche Zahlung wird auf Basis Ihres tatsächlichen Umsatzes im betreffenden Quartal berechnet (nicht mehr, wie früher, auf Basis einer Vorjahresschätzung) — deshalb ist es wichtig, Ihren Umsatz laufend im Blick zu behalten.
- Steigt Ihr Umsatz in einem Quartal deutlich, fällt auch Ihre nächste Zahlung höher aus — es lohnt sich, dafür Rücklagen zu bilden.
Praktische Tipps
- Verfolgen Sie Ihren Umsatz laufend, nicht erst am Quartalsende — so werden Sie bei der Zahlung nicht überrascht.
- Legen Sie einen Teil des Nebenumsatzes auf ein separates Konto zurück, damit für die vierteljährliche Zahlung immer Deckung vorhanden ist.
- Vergleichen Sie die Steuerformen jährlich — steigt Ihr Nebenumsatz, könnte eine andere Form vorteilhafter sein.
- Holen Sie sich Unterstützung, wenn Ihr Nebenumsatz bereits erheblich ist (grob über 1 Million Ft) — ein Steuerberater oder ein guter Rechner kann bei der Optimierung sehr helfen.
Womit Penzum hilft
- Umsatzverfolgung in Echtzeit, damit Sie immer sehen, wo Sie im Quartal stehen
- Pflichtenkalender, der Sie vor den vierteljährlichen Fristen erinnert, bevor sie fällig werden
- Steuerrechner, mit dem Sie vergleichen können, welche Steuerform sich für Ihr Umsatzniveau besser lohnt
Sind Sie nebenberuflicher EV und möchten mehr erfahren? Auf der Seite Penzum Hilfe — Arbeitsverhältnis finden Sie ausführlichere Informationen dazu, wie Penzum Ihre Vergünstigungen aus dem Hauptarbeitsverhältnis und Ihre TB-Belastung als EV gemeinsam berechnet.